Vertrag prüfen oder neu verhandeln
Führungskräfte- und Geschäftsführerverträge enthalten häufig komplexe Regelungen zu Vergütung, Bonus, Zielvereinbarungen, Dienstwagen, Wettbewerbsverbot, Haftung und Beendigung.
Führungskräfte und Geschäftsführer
Bei herausgehobenen Positionen müssen Vertrag, Verantwortung, wirtschaftliche Interessen und die weitere berufliche Entwicklung gemeinsam betrachtet werden.
Ausgangslage
Die Beratung verbindet arbeitsrechtliche Spezialisierung mit Erfahrung aus internationalen Unternehmensstrukturen und eigener unternehmerischer Verantwortung.
Vertragsfragen, Positionsveränderungen und Trennungssituationen lassen sich deshalb nicht allein mit allgemeinen arbeitsrechtlichen Maßstäben lösen. Entscheidend sind die konkrete Rechtsstellung, bestehende Entscheidungsbefugnisse und die tatsächliche Einbindung in das Unternehmen.
Eine tragfähige Beratung verbindet rechtliche Bewertung, Verhandlungsstrategie und den Schutz der beruflichen Zukunft zu einer abgestimmten Gesamtlösung.
Typische Situationen
Je früher Vertragslage, Zuständigkeiten und strategische Ziele geklärt werden, desto größer ist der verbleibende Handlungsspielraum.
Führungskräfte- und Geschäftsführerverträge enthalten häufig komplexe Regelungen zu Vergütung, Bonus, Zielvereinbarungen, Dienstwagen, Wettbewerbsverbot, Haftung und Beendigung.
Der Entzug von Verantwortung, eine Versetzung, veränderte Berichtslinien oder die Einschränkung von Kompetenzen können erhebliche rechtliche und berufliche Folgen haben.
Bei einer beabsichtigten Trennung müssen Vertragslage, Organstellung, Kündigungsschutz, Abfindung, Freistellung und berufliche Außenwirkung gemeinsam betrachtet werden.
Die Abberufung aus der Organstellung beendet den Geschäftsführerdienstvertrag nicht automatisch. Beide Rechtsverhältnisse müssen getrennt geprüft und strategisch aufeinander abgestimmt werden.
Zielvereinbarungen, Ermessensentscheidungen und nachträgliche Veränderungen von Bemessungsgrundlagen führen häufig zu Konflikten über variable Vergütungsbestandteile.
Geschäftsführer und leitende Führungskräfte können mit persönlichen Pflichtvorwürfen, Schadensersatzforderungen oder dem Vorwurf unzureichender Kontrolle konfrontiert werden.
Rechtsstellung
Die rechtliche Einordnung richtet sich nicht allein nach der Stellenbezeichnung. Tatsächliche Aufgaben, Vertretungsmacht und gesellschaftsrechtliche Stellung müssen getrennt geprüft werden.
Führungskräfte stehen regelmäßig in einem Arbeitsverhältnis. Für sie gelten grundsätzlich die arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften, wobei Position, Vertretungsmacht und tatsächliche Aufgaben im Einzelfall entscheidend sein können.
Ob eine Person rechtlich als leitender Angestellter einzuordnen ist, richtet sich nicht allein nach Titel oder Vergütung. Maßgeblich sind insbesondere Entscheidungsbefugnisse und unternehmerische Verantwortung.
Geschäftsführer sind Organ der Gesellschaft und zugleich durch einen Dienstvertrag gebunden. Organstellung und Dienstverhältnis sind rechtlich voneinander zu trennen.
Die Abberufung eines Geschäftsführers beendet grundsätzlich nur die Organstellung. Ob und zu welchem Zeitpunkt auch der Geschäftsführerdienstvertrag endet, richtet sich nach Vertrag, Kündigung und den Umständen des Einzelfalls.
Beratungsschwerpunkte
Die Beratung umfasst Vertragsgestaltung, laufende Positionsfragen, Vergütung, Haftung und die rechtliche sowie wirtschaftliche Gestaltung einer Trennung.
Prüfung und Gestaltung von Aufgabenbereich, Vergütung, Bonus, Zielvereinbarung, Arbeitsort, Versetzung, Dienstwagen und Wettbewerbsverbot.
Gestaltung und Prüfung von Bestellung, Vertragslaufzeit, Kündigung, Vergütung, Tantieme, Haftung, D&O-Versicherung und nachvertraglichen Pflichten.
Rechtliche Bewertung von Aufgabenentzug, Degradierung, Versetzung, Freistellung, veränderten Berichtslinien und Kompetenzbeschränkungen.
Koordination von Organstellung und Dienstvertrag sowie Prüfung von Abberufung, Kündigung, Aufhebungsvereinbarung und Abfindung.
Beratung bei Zielvereinbarungen, Bonusansprüchen, Tantiemen, Ermessensentscheidungen und streitigen Abrechnungsgrundlagen.
Strategische Beratung bei Pflichtvorwürfen, internen Untersuchungen, Haftungsfragen und dem Schutz der beruflichen Außenwirkung.
Beratungsansatz
Eine belastbare Lösung berücksichtigt neben Verträgen und gesetzlichen Regelungen auch wirtschaftliche Folgen, Außenwirkung und die weitere berufliche Entwicklung.
Arbeitsvertrag, Dienstvertrag und Organstellung dürfen nicht vermischt werden. Nur eine klare rechtliche Einordnung ermöglicht eine belastbare Strategie.
Vergütung, Abfindung, Freistellung, Bonus, Zeugnis, Referenzen und Wettbewerbsfragen sollten als zusammenhängende Lösung betrachtet werden.
Neben der Rechtslage werden auch Reputation, Kommunikation, Anschlussbeschäftigung und langfristige wirtschaftliche Folgen berücksichtigt.
Arbeitsrechtswissen
Die Fachbeiträge der Kanzlei Dr. Cordt schaffen eine erste Orientierung zu den relevanten arbeitsrechtlichen Situationen.
Allgemeine Informationen können die Prüfung der konkreten Rechtsstellung nicht ersetzen. Sie helfen jedoch dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und Verhandlungen gezielt vorzubereiten.
Nächster Schritt
Lassen Sie Vertragslage, Rechtsstellung und wirtschaftliche Folgen prüfen, bevor Sie eine Vertragsänderung, Aufhebungsvereinbarung oder sonstige Erklärung akzeptieren.